Gesellschaft / Kursdetails

B1104 STUDIUM GENERALE: Die Entdeckung der Frauen – die andere Hälfte der Gesellschaft!

Beginn Fr., 13.01.2023, 17:30 - 19:00 Uhr
Kursgebühr 100,00 €
Dauer 5 Vorträge
Kursleitung Karin Dr. Dohrmann

Ob in Medizin, Geschichte oder Kunst, die Frauen wurden von den Wissenschaftlern häufig nicht beachtet. Der männliche Blick auf die Welt hat viele außergewöhnliche Frauen in Vergessenheit geraten lassen. Häufig wurde ihre spezifische weibliche Art im Regieren, Vermarkten, Forschen und künstlerischen Schaffen als negativ dargestellt. Erst in jüngster Zeit beginnen Wissenschaftlerinnen damit die alten Quellen zu hinterfragen, die mehr auf Frieden orientierten Regierungszeiten der Herrscherinnen neu zu bewerten, ebenso wie den weiblichen Blick auf die Kunst. Die Leistungen der Forscherinnen und Entdeckerinnen, die zugunsten der Männer oft in den Hintergrund traten, werden nun gewürdigt.

Von der Gleichheit zur Hierarchie – Frauen in der Antike
In der männlich dominierten Wissenschaft wurde meist ein Männer-Frauen-Rollenbild der Neuzeit über die Geschichte gestülpt. Der Mann war der Jäger, während die Frau in der Höhle für die Nahrungszubereitung und Kinderversorgung zuständig war. Neue wissenschaftliche Ergebnisse revidieren diese Sicht. Es wird deutlich, dass gerade in sogenannten Hochkulturen wie der Demokratie der antiken Griechen die Frauen am wenigsten am öffentlichen Leben und politischen Entscheidungen beteiligt wurden, aber dafür werden immer mehr Herrscherinnen und Kriegerinnen in anderen antiken Kulturen entdeckt und die Bedeutung der Frauen wissenschaftlich neu untersucht.
Vortrag: Fr, 13.01.23, 17.30 - 19

Die Mode – Spiegel der Kultur- und Sozialgeschichte Europas
Bekleidung ist nicht nur ein Stück Stoff, das wärmt, vor der Sonne schützt oder Wasser fernhält – Kleidung hat Signalwirkung! Sie vermittelt den Stand und den Reichtum des Trägers, verbindet ihn mit seiner jeweiligen ethnischen Gruppe, gibt Statements über individuelle, politische oder moralische Haltungen. Frauen signalisierten mit ihrer Kleidung, ob sie zur bewegungsunfähigen wohlhabenden Klasse gehörten. Seit dem 20. Jahrhundert wurde daher die Mode von Frauen auch für ihre Befreiungskämpfe aus dem angestammten Rollenbild genutzt. Heute bestimmen Influenzerinnen über das „in“ oder „out“ sein in der Gesellschaft mittels ihrer Modebotschaften und zeigen damit den Trend der Selbstoptimierung auf!
Vortrag: Fr, 20.01.23, 17.30 - 19

Kunstmäzeninnen und Herrscherinnen – Die Frauen der Medici
Die Entdeckung der Frauen – zwei Phänomene der Renaissance: Frauen werden von Männern „entdeckt“, als
Herrscherinnen, Mitregentinnen, als Dichterinnen, Malerinnen und Mäzeninnen. Doch die Frauen der
Renaissance entdecken auch sich selbst und dass sie in einer Gesellschaft, die von Männern geführt und geprägt wird, Stellung beziehen können. Nicht nur an jenen Orten, an die sie von den Männern traditionell gebunden oder verbannt worden waren, sondern auch in männlichen Domänen: der Kunst und der Politik. Exemplarisch wird der Vortrag dies an den Frauen der Medici aufzeigen.
Vortrag: Fr, 27.01.23, 17.30 - 19

Künstlerinnen und Dichterinnen
Künstlerinnen und Schriftstellerinnen fielen Jahrhunderte aus den wissenschaftlichen Abhandlungen um Kunst und Literatur heraus. Und das, obwohl Frauen an allen wichtigen künstlerischen Strömungen der Zeit beteiligt waren. Schon im Mittelalter wurden Dichterinnen geschätzt und seit der Renaissance sind Frauen aus der Kunstszene nicht wegzudenken. Die Unterstellung eines fehlenden Kunst-Genies der Frau, von den antiken Griechen etabliert, war so lange wirkmächtig, dass Frauen aus der ihnen zugeschriebenen Rolle ohne männliche Hilfe kaum ausbrechen konnten. Sich durch die Jahrhunderte in diesen Männerdomänen zu behaupten, war ein geradezu heroischer Akt, den Frauen mit Klugheit, Durchsetzungsvermögen und geschickter Selbstvermarktung bewerkstelligten.
Vortrag: Fr, 03.02.23, 17.30 - 19

Entdeckerinnen und Forscherinnen
Seit die Menschen begannen, die uns umgebende Welt zu erforschen, gab es auch weibliche Wissenschaftlerinnen. Diese haben wichtige Beiträge zur Forschung geleistet und die Gesellschaft intensiv mitgeprägt. Auch Entdeckungen und Abenteuer waren lange Zeit eher eine Männerdomäne. Dennoch reisten immer mehr starke, mutige Frauen um die Welt, verkleideten sich manchmal als Männer und setzten ihre Reisen und ihre Arbeit oftmals noch dann fort, wenn die Männer, mit denen sie unterwegs waren, krank wurden und starben. Ihre Reisebeschreibungen wurde lange Zeit nicht beachtet, aber erhalten heute eine Bewertung.
Vortrag: Fr, 10.02.23, 17.30 - 19




Kursort

vhs, 2. OG Raum 2

Hochfellnstr. 16
83209 Prien

Termine

Datum
13.01.2023
Uhrzeit
17:30 - 19:00 Uhr
Ort
Hochfellnstr. 16, Prien, vhs, Hochfellnstr. 16, 2. OG Raum 2
Datum
20.01.2023
Uhrzeit
17:30 - 19:00 Uhr
Ort
Hochfellnstr. 16, Prien, vhs, Hochfellnstr. 16, 2. OG Raum 2
Datum
27.01.2023
Uhrzeit
17:30 - 19:00 Uhr
Ort
Hochfellnstr. 16, Prien, vhs, Hochfellnstr. 16, 2. OG Raum 2
Datum
03.02.2023
Uhrzeit
17:30 - 19:00 Uhr
Ort
Hochfellnstr. 16, Prien, vhs, Hochfellnstr. 16, 2. OG Raum 2
Datum
10.02.2023
Uhrzeit
17:30 - 19:00 Uhr
Ort
Hochfellnstr. 16, Prien, vhs, Hochfellnstr. 16, 2. OG Raum 2