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E1102 STUDIUM GENERALE: Kunstgeschichte: Große Künstler des 19. Jahrhundert

Beginn Do., 13.06.2024, 15:00 - 16:30 Uhr
Kursgebühr 80,00 €
Dauer 4 Vorträge
Kursleitung Dr. phil. Stefan Schmitt

Francisco de Goya - Wegbereiter der modernen Kunst
Francisco de Goya (1746-1828) ist einer der bedeutendsten Maler Spaniens. Er begann als hochtalentierter Rokokomaler und wurde königlicher Hofmaler. In den Zeiten der politischen Wirren wandelte sich sein Stil zunehmend und ständig war er in Konflikte mit der königlichen Akademie verwickelt. Legendär sind sein Porträt der Familie Karls IV., aber auch seine "Maya" und die "Erschießung der Aufständischen", das man als epochales Werk gegen den Krieg und für die Humanität im "Prado" (Madrid) bewundern kann. Malweise und Themen wurden immer düsterer. Als Graphiker setzte der kritische Meister mit seinen "Caprichos" und den schockierenden "Desastres de la guerra" ebenfalls Maßstäbe, mit denen er die Kunst der Moderne beeinflusste.
Vortrag: Do, 13.06.2024, 15-16.30

Jacques Louis David - Staatsmaler für Revolution und Napoleon
David war mit seinem berühmten "Schwur der Horatier" für den Pariser Salon 1785 schlagartig zum Sensationsmaler aufgestiegen. Die sittliche Strenge der römischen Republik und ihr Patrizier- und Bürgerstolz faszinierten ihn. 1789 brach die Französische Revolution aus, als deren erster Maler David galt. Der neue Staatsmaler pflegte seinen strengen Klassizismus weiter und schuf weltberühmte Werke zur Revolution. Unter Napoleon avancierte der einst so glühende Revolutionär zum kaiserlichen Hofmaler. Auch seine Porträtkunst erfreute sich hohen Ansehens. Als Maler des Empire zog er natürlich auch Kritik auf sich, denn viele hielten ihn für einen Opportunisten, aber er gilt seit langem wieder als einer der großen Maler Frankreichs.
Vortrag: Do, 27.06.2024, 15-16.30


Caspar David Friedrich und die Sehnsucht der Romantik
Caspar David Friedrich wurde 1774 geboren, somit feiern wir 2024 und 250 Jahre später sein Jubiläumsjahr. Dieser Meister gilt weltweit als der berühmteste aller deutschen romantischen Maler. Diese beklagten, dass mit der rationalen und alles verwissenschaftlichenden Aufklärung das Wunder und die Mysterien aus der Welt gewichen waren. Ihre antirationalistische Empfindung ließ sie mit ihren Dichterfreunden die "progressive Universalpoesie" suchen und in ihrer pantheistischen Frömmigkeit erschien ihnen die Natur als Hieroglyphe Gottes. Friedrichs Fach war die Landschaft, in welcher er äußerst stimmungsvoll sowohl religiösen als auch politischen Gehalt zum Ausdruck brachte. Auch er trat wie seine Kollegen kompromisslos als moderner autonomer Künstler auf, der sich von niemand in seine Kunst hineinreden ließ. Seine Werke wurden zu Symbolbildern einer ganzen Epoche.
Vortrag: Do, 04.07.2024, 15-16.30

Gustave Courbet und der moderne Realismus
Courbet reüssierte ab Mitte des 19. Jahrhunderts zum ersten großen realistischen Maler der Moderne. In Paris wurde er zum Vorbild für die nachfolgenden Künstlergenerationen, denn er schilderte die soziale Wahrheit und lehnte die Positionen des Idealismus ab. Um seine Person entflammten heftige Kontroversen, in denen bedeutende Literaten und Kritiker für ihn Partei ergriffen. Courbet pochte kompromisslos auf die „Autonomie“ des Künstlertums und lehnte staatliche Einmischungen in die Kunst ab. Er galt als Inbegriff des modernen Künstlers schlechthin. Seine erdige und dunkle Palette prägte die Malerei auf beiden Seiten des Rheins gleichermaßen und provozierte die offizielle Kunstwelt ebenso wie seine Themen.
Vortrag 11.07.2024, 15-16.30




Kursort

vhs, 2. OG Raum 2

Hochfellnstr. 16
83209 Prien

Termine

Datum
13.06.2024
Uhrzeit
15:00 - 16:30 Uhr
Ort
Hochfellnstr. 16, Prien, vhs, Hochfellnstr. 16, 2. OG Raum 2
Datum
27.06.2024
Uhrzeit
15:00 - 16:30 Uhr
Ort
Hochfellnstr. 16, Prien, vhs, Hochfellnstr. 16, 2. OG Raum 2
Datum
04.07.2024
Uhrzeit
15:00 - 16:30 Uhr
Ort
Hochfellnstr. 16, Prien, vhs, Hochfellnstr. 16, 2. OG Raum 2
Datum
11.07.2024
Uhrzeit
15:00 - 16:30 Uhr
Ort
Hochfellnstr. 16, Prien, vhs, Hochfellnstr. 16, 2. OG Raum 2